Angst um den Arbeitsplatz

Wenn der Betrieb Insolvenz anmeldet, bangen Arbeitnehmer um ihren Job. In die Schlagzeilen geraten meist Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten.

Zu den zehn größten Unternehmensinsolvenzen 2013 zählten die Baumarktketten Praktiker (7600 Beschäftigte) und Max Bahr (3200). In der Dienstleistungsbranche traf es die Walter Services GmbH (6000 Mitarbeiter). Die Krise der Solarbranche ist unter anderem an der Insolvenz des Hamburger Unternehmens Conergy AG abzulesen. Betroffen sind rund 1100 Mitarbeiter – davon 800 in Deutschland. Nach rund 90 Jahren Firmengeschichte kam 2013 das Aus für die Loewe AG - den traditionsreichen Hersteller von luxuriösen Fernsehern. Die Insolvenz traf ferner die Backstube Siebrecht mit bundesweit 744 Beschäftigt. Im neuen Jahr 2014 gingen die Negativ-Schlagzeilen weiter: Im Januar 2014 trat die Geschäftsführung des katholischen Weltbild-Konzerns den Gang zum Insolvenzgericht an. Seitdem bangen rund 2200 Mitarbeiter um ihren Job. Inzwischen hat die katholische Kirche zugesagt, bis zu 65 Millionen Euro aufzubringen, um den Mitarbeitern eine Perspektive in einer Transfergesellschaft bieten zu können und um verschiedene Gesellschaften der Weltbild-Gruppe zu erhalten.

In Summe waren 2013 rund 285.000 Beschäftigte betroffen. Damit liegt der Zahl der weggefallenen oder bedrohten Arbeitsplätze um 61.000 und damit 17,6 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2012. Das geht aus dem Insolvenz-Jahresbericht 2013 der Creditreform Wirtschaftsforschung hervor.

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